ERLÄUTERUNG:

Unfall mit Pkw: Unfall, an dem mindestens ein Pkw beteiligt war
Unfall mit Rad: Unfall, an dem mindestens ein Fahrrad beteiligt war
Unfall mit Fußgänger: Unfall, an dem mindestens eine Fußgängerin oder ein Fußgänger beteiligt war
Unfall mit Kraftrad (Krad): Unfall, an dem mindestens ein Kraftrad, wie z. B. Mofa, Motorrad/-roller beteiligt war
Unfall mit Güterkraftfahrzeug (GKFZ): Unfall, an dem mindestens ein Lastkraftwagen mit Normalaufbau und einem Gesamtgewicht über 3,5 t, ein Lastkraftwagen mit Tankauflage bzw. Spezialaufbau, eine Sattelzugmaschine oder eine andere Zugmaschine beteiligt war (diese Kategorie ist in den Jahren 2016 und 2017 in "Unfall mit Sonstigen" enthalten)
Unfall mit Sonstigen: Unfall, an dem mindestens ein oben nicht genanntes Verkehrsmittel beteiligt war, wie z. B. ein Lkw, ein Bus, oder eine Straßenbahn

Getötete: Personen, die innerhalb von 30 Tagen an den Unfallfolgen starben
Schwerverletzte: Personen, die unmittelbar zur stationären Behandlung (mindestens 24 Stunden) in einem Krankenhaus aufgenommen wurden
Leichtverletzte: alle übrigen Verletzten


FAQ:

Was genau ist ein Straßenverkehrsunfall?
Straßenverkehrsunfälle sind Unfälle, bei denen infolge des Fahrverkehrs auf öffentlichen Wegen und Plätzen Personen getötet oder verletzt wurden oder Sachschaden entstanden ist.
Der Unfallatlas enthält Unfälle mit Personenschaden. Unfälle, bei denen nur Sachschaden entstand, werden nicht dargestellt.

Woher kommen die Daten im Unfallatlas?
Der Unfallatlas enthält Angaben aus der Statistik der Straßenverkehrsunfälle, die auf Meldungen der Polizeidienststellen basieren.

Sind alle Unfalldaten mit Personenschaden enthalten?
Unfälle, zu denen die Polizei nicht gerufen wurde, sind in der Statistik nicht enthalten.
Bevor die von der Polizei erfassten Unfallkoordinaten auf Basis von Straßenabschnitten zusammengefasst und als Punkte im Unfallatlas dargestellt werden, müssen sie einen mehrstufigen Plausibilisierungsprozess durchlaufen. Während dieses Prozesses können einzelne Unfälle, die den Plausibilisierungsanforderungen nicht genügen, aussortiert werden. Diese Unfälle werden nicht im Unfallatlas abgebildet. Nähere Informationen finden sie im Abschnitt „Wie werden die Unfalldaten aufbereitet?“ weiter unten.

Wann kommen weitere Bundesländer hinzu?
Um die Unfälle im Unfallatlas darzustellen, werden die genauen Angaben zum Unfallort (Geokoordinaten) benötigt. In einigen Ländern liegen diese Daten jedoch noch nicht vollständig vor.
Der Unfallatlas enthält zurzeit die Unfalldaten von 13 Bundesländern. Bei der nächsten Aktualisierung im Sommer 2020 werden voraussichtlich auch die Unfalldaten von Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Thüringen enthalten sein. Ab Mitte 2020 wären damit die Unfalldaten aller Bundesländer im Atlas enthalten.

Wie häufig wird der Unfallatlas aktualisiert?
Für den Unfallatlas ist eine jährliche Aktualisierung vorgesehen.
Die Aktualisierung des Unfallatlas erfolgt im Rahmen der Veröffentlichung der endgültigen Jahresergebnisse der Straßenverkehrsunfallstatistik. Diese werden im Juli nach Ablauf des Berichtsjahres veröffentlicht. Die nächste reguläre Aktualisierung ist somit für Sommer 2020 mit den Unfalldaten von 2019 geplant.

Wie werden die Unfalldaten aufbereitet?
Die Polizei erfasst bei der Unfallaufnahme in vielen Bundesländern auch die geographischen Koordinaten des Unfallortes. Diese Unfallkoordinaten werden aufbereitet und anschließend im Unfallatlas dargestellt.

Um Unfallschwerpunkte in Karten sichtbar zu machen, werden einzelne Unfallereignisse über Straßenabschnitte zusammengefasst. Für jeden Straßenabschnitt wird ermittelt, wie viele Unfälle sich ereignet haben und der Abschnitt wird entsprechend eingefärbt. Durch Zoomen auf einen Straßenabschnitt werden die einzelnen Unfallstellen auf Straßenebene wieder als Punkte sichtbar.

Um die Unfallkoordinaten den richtigen Straßenabschnitten zuzuordnen, müssen die Daten plausibilisiert werden. Dabei werden die Unfalldaten auch mit den Straßengeometrien der amtlichen Vermessungsverwaltungen abgeglichen. So wird nicht nur die Entfernung der Unfallkoordinate zu einem Straßenabschnitt beurteilt, sondern auch, ob die von den Polizeidienststellen erhobenen Angaben zur Straßenbezeichnung (Bsp. „B54“) und zur Straßenklasse (Autobahn, Bundesstraße, Landesstraße etc.) mit den Daten der Vermessungsverwaltungen übereinstimmen.

Anschließend wird die Unfallkoordinate als ein Punkt auf dem zugehörigen Straßenabschnitt dargestellt. Daten, die den Anforderungen nicht entsprechen, werden aussortiert und nicht im Unfallatlas dargestellt. Die Quoten für eine erfolgreiche Zuordnung einer Unfallkoordinate zu einem Straßenabschnitt liegen in den einzelnen Bundesländern in der Regel bei deutlich über 90%. In einzelnen Gemeinden können die Quoten jedoch deutlich abweichen. Vereinzelt kann hierdurch die Darstellung lokaler Unfallhäufungen unterbleiben.

In Rheinland-Pfalz und im Saarland werden die Geokoordinaten der Unfallstellen in den meisten Fällen erst in der Polizeidienststelle auf Grundlage der aufgenommenen Netzknotenangaben ermittelt. Die den Statistischen Ämtern der betreffenden Länder übermittelten Geokoordinaten sind dann stets auf der Straßenmitte positioniert. Unfälle auf Straßen mit einem Mittelstreifen sind demzufolge auf dem Mittelstreifen verortet, auch wenn sie sich tatsächlich auf einer der beiden Straßenseiten ereignet haben. Ein Plausibilisierungsalgorithmus des Statischen Bundesamtes setzt derartige Unfälle automatisiert auf die nächstgelegene Straßenachse. Dadurch sind die Unfälle auf Straßen mit Mittelstreifen im Atlas gegebenenfalls auf der falschen Straßenseite verortet.

Wie werden die Unfalldaten im Unfallatlas abgebildet?
Übersichtsdarstellungen bis zu einem Kartenmaßstab von 1:100.000 zeigen das Unfallgeschehen nur auf Autobahnen und Bundesstraßen. Die Länge der Straßenabschnitte, auf denen die einzelnen Unfallereignisse zusammengefasst werden, beträgt hier in der Regel fünf Kilometer.

Ab einem Maßstab von 1: 100.000 wechselt die Ansicht in eine Detaildarstellung. Hier werden die Straßen aller Klassen abgebildet. Die Länge der Straßenabschnitte beträgt in der Regel 250 Meter. Kleinere Abschnitte können sich unter Umständen in der Nähe von Kreuzungen oder an endenden Straßen ergeben.

Mit dem Wechsel von der Übersichtsdarstellung in die Detailansicht verändert sich zugleich die Einfärbung der einzelnen Straßenabschnitte. Durch die kleineren Abschnittslängen ist auch die Anzahl der Unfallereignisse pro Straßenabschnitt geringer. Die Farbgebung und die Kartenlegende werden entsprechend angepasst.

Wird noch weiter in die Karte hineingezoomt, erscheinen ab einem Maßstab von 1:50.000 die einzelnen Unfallereignisse als Punkte über dem jeweiligen Straßenabschnitt, dem sie zugeordnet wurden.